50 Jahre II. Vatikanisches Konzil

Mediencommuniqué | 18.11.2013

"Im Glauben verbunden"

Das zweite Jubiläumsjahr

Liebe Brüder und Schwestern im bischöflichen, priesterlichen, diakonalen und Ordensdienst, liebe Schwestern und Brüder

Wir können uns die Situation der Menschen, zu denen die 11 Jünger damals gesandt wurden, etwa so vorstellen: es gab Menschen, die Jesus gefolgt waren und ihm über seinen Tod hinaus treu blieben; es gab andere, die voller Zweifel und Trauer aufgegeben hatten, die aber aufgrund einer Begegnung mit dem auferstandenen Christus neuen Mut fassten; es gab jene, die ihn bereits zu seinen Lebzeiten definitiv verlassen hatten, weil sie seine harte Rede nicht hören konnten es gab jene, die an die Verheissung des Alten Bundes glaubten und sich freudig auf die Ankunft des Messias vorbereitet hatten und schliesslich gab es die Vielzahl derer, die darauf warteten, den Namen des unbekannten Gottes zu erfahren, den sie bereits anbeteten.

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Schweizer Bischofskonferenz | 11.10.2012

Aufruf der Schweizer Bischöfe

Öffentliche Ringvorlesung: Zweites Vatikanisches Konzil Die Bedeutung der Geschichte für die Ökumene Kardinal Kurt Koch, Präsident des Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Rom

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11.10.2012

Dossier zum 50-Jahr-Jubiläum der Eröffnung des II Konzils

Reden und Dokumente der nationalen Veranstaltung in Bern

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24.10.2012

Das Konzil – damals und heute

Mitschnitt des Podiumsgespräches aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums der Eröffnung des Konzils am 11. Oktober 2012.Ein Datei mit kleineren Bildqualität kann hier heruntergeladen werden:

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07.12.2012

Jubiläum und Jahr des Glaubens

Es soll im Geist der Neuevangelisierung uns anregen, unseren Glauben neu zu überdenken und froher zu leben. Dieser lesenswerte Katechismus wurde im Jahre 2011 mit Hilfe von 50 Jugendlichen im kürzeren. Darin nimmt er Stellung zu den zwar bekannten, aber oft bestrittenen Problemen der Katholischen Kirche.

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Wie wichtig Glaube und Religion für unser Leben sind

Sie ist seit Menschengedenken einer der Hauptgründe für viele Kriege auf dieser Welt: Religion. Bereits die Kreuzzüge haben uns gezeigt, wie zerstörerisch Auseinandersetzungen über das Thema Religion und Glaube sein können. Aktuell demonstrieren islamistische Fanatiker durch allerorts ausgelebten Terrorismus ihr Machtstreben. Sogar Katholiken und Protestanten bekämpften sich noch vor wenigen Jahren in Nordirland. Und auch für die Zukunft müssen wir fürchten, dass weltweite Konflikte zwischen den Anhängern verschiedener Glaubensrichtungen kein Ende nehmen werden.

Traurig ist dies vor allem deshalb, weil Religion und Glaube ursprünglich dafür da sind, den Menschen Frieden und Seelenruhe zu bereiten und ihnen gewisse Werte zu vermitteln. Für viele ist ihr Glaube tatsächlich Mittelpunkt ihrer Existenz und sie investieren dafür einen nicht unerheblichen Teil ihres Lebens, sowohl zeitlich als auch finanziell. Oft handelt es sich dabei um Menschen, die harte Schicksalsschläge durchleben mussten. Einige etwa haben ihr Kinder oder gar mehrere Kinder verloren, Andere ihre Eltern. Wiederum Andere finden jahrzehntelang keinen Anschluss innerhalb der Gesellschaft, in der sie leben..

Die Liste möglicher Schicksalsschläge ließe sich noch unendlich fortführen. Zumindest wird augenscheinlich, dass gerade gebrochene Menschen häufig zum Glauben finden - selbst wenn sie in einer Familie aufgewachsen sind, innerhalb derer der Glaube nie eine tragende Rolle gespielt hat. Daraus lässt sich schließen, dass Glaube Kraft gibt in schweren Zeiten und dass Menschen in ihrem Glauben Zuflucht finden. Es geht dabei nicht um Ablenkung durch Vergnügungen, wie z.B. durch regelmäßige Besuche der http://www.and6.ch szene, sondern um viel tiefer gehende Dinge wie Trost, Hoffnung und Zuversicht. Diese Menschen suchen einen Ort, an dem sie trauern dürfen, an dem sie Gleichgesinnte kennenlernen und an dem sie sich aussprechen dürfen. Die täglichen Gebete ermöglichen ihnen, sich von bestimmten Gedanken zu befreien, indem sie diese Gedanken artikulieren oder auch niederschreiben. Auch der Glaube an ein Leben nach dem Tod spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Sie verbinden damit die Hoffnung, geliebte Menschen, die sie schmerzlich verloren haben, eines Tages wiederzutreffen.

Der zweite Grund, warum Menschen zum Glauben finden, wurde bereits oben angedeutet. Es ist die Art, wie wir aufwachsen. Wenn jemand aus einer sehr religiösen Familie kommt, so wird er bereits von Kindesbeinen an mit dem Glauben vertraut gemacht. Er lernt Rituale kennen wie den sonntäglichen Gang zur Kirche oder das Beten vor dem Essen. Nur wenige Menschen, die so aufwachsen, legen ihren Glauben irgendwann im Laufe ihres Lebens ab und wenn dies der Fall ist, so muss es dafür triftige Gründe geben.

Meist verhält es sich gegenteilig und diese Menschen behalten die erlernten Rituale ein Leben lang bei und geben ihren Glauben an ihre eigenen Kinder weiter. Dabei ist dann nicht nur der Glaube selbst entscheidend, sondern auch die damit verbundenen Werte. Selbst Familien, die nicht besonders religiös sind, vermitteln ihren Kindern oft christliche Werte, da das Christentum wesentliche Grundregeln des zwischenmenschlichen Zusammenlebens postuliert, die jeglicher Art von Erziehung zugutekomme

Beide Arten, zum Glauben zu finden, zeigen, dass Religion niemals in Verbindung mit Krieg stehen sollte, sondern genau dem Gegenteil dient. Letztendlich bleibt uns allen, um wieder bei einem christlichen Begriff zu bleiben, nur die Hoffnung, dass dies auch alle andere Menschen und Kulturkreise verstehen und Religion niemals auf perfide Art und Weise als Vorwand missbrauchen, um ihr Machtstreben auszuleben.